Forschung

Das Pflegeinnovationszentrum (PIZ) erforscht neue bedarfsgerechte Pflege- und Assistenz­technologien. Dabei werden Bedarfslagen aus der Pflegepraxis erhoben und innovative Ansätze aus der Pflegewissenschaft sowie neue assistive Technologien unter Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und sozialer Implikatio­nen untersucht. In praxisnahen Pflegesettings werden die Technologien in Reallaboren er­probt und mit der Pflegepraxis diskutiert.

  • Methoden für die Evaluation und den Einsatz von Technologien in der Pflegepraxis
  • Standardisierung bzw. Harmonisierung empirischer Forschung zu digitalen Technologien in der Pflege
  • Untersuchung der Verteilung von Sorgeverantwortung
  • Technologische Forschungsfragen in den Bereichen Robotik und Virtual/Augmented Reality
  • Erforschung von Mensch-Maschine-Interaktionskonzepten in verschiedenen Pflegesettings
  • Reallabore zur ambulanten Pflege, zur Intensivpflege und zur Pflege in Pflegeheimen
  • Förderung der Technikkompetenzvermittlung im Rahmen der Pflegebildung

Universität Bremen

Die Universität Bremen ist eine junge, mittelgroße Forschungsuniversität. Besonders forschungsstark ist die Universität in ihren fünf interdisziplinär angelegten Wissenschaftsschwerpunkten zu denen insbesondere auch die Gesundheitswissenschaften gehören. Der Universität Bremen zugehörig ist zum einen das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik und zum anderen das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP). Das SOCIUM ist bundesweit das einzige sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut, das Fragen von Ungleichheit, Sozialpolitik sowie deren gesellschaftliche und politische Wechselwirkungen empirisch wie theoretisch untersucht. In der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung des SOCIUMS und in der Abteilung Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung des Vorgängerinstituts Zentrum für Sozialpolitik wird seit vielen Jahren intensiv unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Rothgang zur aktuellen und zukünftigen Versorgung von Pflegebedürftigen geforscht. Dabei ist seit langem auch der Einsatz von Technik zur Personal- und Pflegeplanung und von pflegeunterstützender Technik mit entlastender Wirkung für die Pflegepersonen ein wichtiger Bestandteil der Forschungsaktivitäten. Das 2005 als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gegründete IPP ist mit über 100 Wissenschaftler:innen eines der größten Forschungsinstitute in Deutschland in diesem Bereich. Die Stärken des IPP sind die interdisziplinäre Gesundheits- und Pflegeforschung, und Wissenschaftstransfer in Praxis, Politik und Gesellschaft. Bedarfe, Anwendungsszenarien und Integrationsmöglichkeiten von digitalen Technologien in der Pflege werden seit 2014 unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann am IPP beforscht.

In das Cluster Zukunft der Pflege 2.0 bringt die Universität Bremen somit Expertise der Pflegewissenschaft, der Gesundheits- und Pflegeökonomie und der Versorgungsforschung mit einem besonderen Fokus auf digitale Technologien ein. Primär werden dabei Aufgaben der Evaluation und deren Weiterentwicklung verantwortet. Dafür werden Methoden entwickelt, welche die Evaluation und den Einsatz von Technologien in der Pflegepraxis unterstützen und zu einer Standardisierung bzw. Harmonisierung empirischer Forschung zu digitalen Technologien in der Pflege beitragen. Außerdem werden bestehende Evaluationsmethoden weiterentwickelt, die sich nicht nur auf Technologien selbst, sondern auch auf Organisationen beziehen. Ferner bringt die Universität Bremen Expertise aus Vorarbeiten zur erfolgreichen Projektgestaltung in der Zusammenarbeit in Pflege und Technik-Projekten und der Analyse von Bedarfen der Pflegepraxis ein, wobei ein Fokus auf die praxisgerechte Ausgestaltung der Forschungsaktivitäten gelegt wird.

Universität Oldenburg

Die Abteilung Ethik in der Medizin der Universität Oldenburg beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit ethischen Fragen von Medizin und Gesundheitsversorgung. Arbeitsschwerpunkte liegen auf ethischen Aspekten von Altern und höherem Lebensalter, Assistenztechnologien und Digitalisierung sowie soziokulturellen Aspekten von Medizin, Pflege und Gesundheitswesen.

Innerhalb des Clusters „Zukunft der Pflege“ ist die Aufgabe der Abteilung Ethik in der Medizin, die ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekte dieser Planung und Implementierung zu untersuchen und zu bewerten. Im Mittelpunkt steht dabei die Untersuchung der Verteilung von Sorgeverantwortung entlang komplexer, ambulanter und stationärer Pflegesettings übergreifender Versorgungspfade.

OFFIS

OFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung innovativer digitaler Technologien in gesellschaftlich relevanten Handlungsfeldern. Im Bereich Gesundheit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf technologiegestützten Lösungen für Versorgung, Pflege und weitere Bereiche des Gesundheitssektors. Dabei werden informatische, technische und anwendungsbezogene Kompetenzen zusammengeführt, um digitale Assistenzsysteme praxisnah zu gestalten und gesundheitsbezogene Prozesse wirkungsvoll zu unterstützen.OFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung innovativer digitaler Technologien in gesellschaftlich relevanten Handlungsfeldern. Im Bereich Gesundheit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf technologiegestützten Lösungen für Versorgung, Pflege und weitere Bereiche des Gesundheitssektors. Dabei werden informatische, technische und anwendungsbezogene Kompetenzen zusammengeführt, um digitale Assistenzsysteme praxisnah zu gestalten und gesundheitsbezogene Prozesse wirkungsvoll zu unterstützenOFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung innovativer digitaler Technologien in gesellschaftlich relevanten Handlungsfeldern. Im Bereich Gesundheit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf technologiegestützten Lösungen für Versorgung, Pflege und weitere Bereiche des Gesundheitssektors. Dabei werden informatische, technische und anwendungsbezogene Kompetenzen zusammengeführt, um digitale Assistenzsysteme praxisnah zu gestalten und gesundheitsbezogene Prozesse wirkungsvoll zu unterstützen.OFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung innovativer digitaler Technologien in gesellschaftlich relevanten Handlungsfeldern. Im Bereich Gesundheit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf technologiegestützten Lösungen für Versorgung, Pflege und weitere Bereiche des Gesundheitssektors. Dabei werden informatische, technische und anwendungsbezogene Kompetenzen zusammengeführt, um digitale Assistenzsysteme praxisnah zu gestalten und gesundheitsbezogene Prozesse wirkungsvoll zu unterstützen.

Die Mitarbeitenden des PIZ am OFFIS sind im Bereich Gesundheit angesiedelt und gehören dort zur Gruppe „Assistive Technologien für Versorgung und Pflege“. Ihr Fokus liegt darauf, neue Technologien in pflegerischen Handlungsfeldern zu erproben, weiterzuentwickeln und für die Praxis nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem robotische Systeme sowie Anwendungen der virtuellen Realität. Diese Technologien werden gezielt mit Blick auf konkrete Herausforderungen in der Pflege entwickelt – etwa zur Unterstützung von Pflegefachpersonen, zur Optimierung von Arbeitsabläufen oder zur Erprobung neuer Lern- und Interaktionsformen.

In das Cluster bringt OFFIS insbesondere seine Erfahrung in der prototypischen Entwicklung, der technischen Umsetzung und der praxisnahen Erprobung digitaler Lösungen ein. Gemeinsam mit den Clusterpartnern entstehen Demonstratoren und erste Prototypen, die in einem iterativen Prozess weiterentwickelt werden. Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die Einbindung von Pflegefachpersonen in Reallaboren. Dort können die entwickelten Ansätze unter möglichst realitätsnahen Bedingungen getestet, bewertet und an die Anforderungen der Pflegepraxis angepasst werden. Auf diese Weise trägt OFFIS dazu bei, die Potenziale von Robotik, virtueller Realität und weiteren assistiven Technologien für die Pflege systematisch zu untersuchen und Wege für eine spätere praktische Anwendung vorzubereiten.